MiG-21

  • (Deutschland) MiG-21SMT, Altenburg/Nobitz

     

    Eine recht seltene Version der MiG-21 kann man an ausgewählten Tagen auf dem Flugplatz Altenburg/Nobitz sehen, eine MiG-21SMT.
    Dieser, etwas geheimnisumwitternde Typ der MiG-21 war eine Folgekonstruktion der MiG-21S/M Familie. Ziel war es, die Reichweite zu erhöhen. Dazu wurde der Tunnel auf dem Rumpf erweitert worden und es konnten bis zu 3250 Liter Treibstoff aufgenommen werden. Die Konstruktion begann 1969, das Flugzeug bekam die interne Bezeichnung "Erzeugnis 50", Truppenbezeichnung MiG-21SMT (SM und T von Toplivo/Treibstoff).
    Aufgrund des hohen zusätzlichen Gewichts und der sich nun geänderten Schwerpunkte benötigte die MiG-21SMT eine längere Startstrecke von knapp 1000m und ließ sich, Berichten nach, sehr instabil fliegen. 

    Aufgrund dieser Erfahrungen wurde nur eine kleine Serie von MiG-21SMT in Gorki in den Jahren 1972 und 1973 hergestellt. Diese Maschinen wurden an die sowjetischen Frontfliegerkräfte ausgeliefert, ein Großteil aber nachfolgend auf die Version MiG-21ST mit reduzierter Treibstoffmenge (Maximal 2950 Liter) umgebaut. 
    Nach Auslieferung flogen alle MiG-21SMT ohne farbliche Lackierung, Tarnungen erfolgten später.
    Von 1973 bis Anfang der 1980er Jahre waren MiG-21SMT auch in Altenburg stationiert. Eine dieser Maschinen überlebte die Ausserdienststellung als Ausstellungsobjekt im Wohnbereich der Altenburger Kasernen. 

    Auch nach Abzug der GSSD blieb die als "rote 01" markierte Sockelmaschine erhalten, leider aber in einem schlechten Zustand. 2001 bis 2003 wurde sie unter Schirmherrschaft der LEG (Landesentwicklungsgesellschaft) restauriert und danach an den Flugplatz Altenburg/Nobitz übergeben.
    Abgestellt in einem "Shelter" konnte man die MiG-21SMT die nächsten 10 Jahre meist nur bei Flugplatzfesten sehen. Leider soll der trockene abgesicherte Stellplatz nicht mehr existieren und die MiG nun wieder im Freien stehen.
    Diese Maschine gehört nicht (Stand Ende 2013) zum benachbarten Museum "Flugwelt".

    Mig21smt Altenburg2013 06

    Zur Flugshow "Großflugtage Altenburg/Nobitz" 2013 erghab sich die Gelegenheit, diese seltene MiG-21 Version umfangreich zu dokumentieren. Sie ist in Naturmetall gehalten und trägt die taktische Kennung "60 blau". Ob diese Kennung historisch belegt ist, lässt sich nicht belegen.
    Die Bilder sind im Galerieordner Walkaround MiG-21SMT abgelegt, hier wird eine Auswahl eingeblendet.
    Bleibt zu hoffen, dass die MiG-21SMT einen würdigen und geschützen Abstellplatz erhält und auch Weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich ist.
    Weitere MiG-21SMT kann man in Russland und in Schweden besichtigen.

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    • MiG-21SMT, 60 blau
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    • MiG-21SMT, Heckansicht
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    • MiG-21SMT, Seitenansicht
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    • MiG-21SMT, Seitenansicht
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    • MiG-21SMT, Seitenansicht
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    • MiG-21SMT, Bug
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    • MiG-21SMT, Heck und Rumpftunnel
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    • MiG-21SMT, Staurohr
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    • MiG-21SMT, Bug
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    • MiG-21SMT, Luftbremsen
    • Zugriffe: 443

     

    Text und Fotos: (C) Jan Könnig

  • Die erste Airshow, Finow 1997

    Heute schreibe ich über das erste Mal. Flugzeuge natürlich. Über die erste Airshow und den Weg dorthin, der nicht geradlinig verlief.
    Flying Legends Airshow 1997 hieß diese Veranstaltung, in Finow. Wir kommt man darauf, einen knapp 3 Jahre leerstehenden ehemaligen Flugplatz der Sowjetischen Armee zu besuchen?

    Flying Legends 1997 06c

    Aufgewachsen bin ich in den 70/80er Jahren in der Altmark, eine Region, die im nördlichen heutigen Sachsen-Anhalt liegt.
    Hier sah ich meine ersten Flugshows, allerdings unfreiwillig in Gestalt von Hubschraubern und Agrarflugzeugen.
    Die Hubschrauber gehörten zu den Grenztruppen der DDR und zur Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte (in Deutschland). Überflüge waren alltäglich, leider auch nachts. Scheinanflüge auf Haus- und Baumgruppen, vollzogen von GSSD Hubschraubern, waren eher nicht alltäglich, gab es aber, auch dieses nahm man hin. 
    Stationiert und normal sichtbar waren diese Hubschrauber in Salzwedel und Stendal/Borstel. Fotos gibt es (von mir erstellt) leider nicht, heute ärgert man sich darüber, damals war der Gedanke daran aber nicht existent und unmöglich umzusetzen!

    Die zweite Gruppe der Flugzeugprägungen stammt von Agrarfliegern, die 2x im Jahr unsere Gegend aufsuchten, die An-2 ist mir noch deutlich in Erinnerung. 

    In den Folgejahren kamen Flugzeuge ausser bei Urlaubsflügen und im (auf Sparflamme gehaltenen) Modellbau eher nicht vor, bis zum erwähnten Jahre 1997.

    In den Medien wurde eine der größten Flugshows Deutschlands angekündigt, hier gab es die Aussicht auf neue Modelle, daher fuhr ich einfach mal hin!
    Ausgestattet mit kleiner Video und Fototechnik erlebte ich meine erste richtige Airshow, ohne zu wissen, dass mich das Thema in den nächsten Jahren immer mehr begleiten wird.
    In Erinnerung geblieben sind mir die ersten Einblicke in einen ehemals sowjetischen Flugplatz, viele Flugzeuge und noch viel mehr Menschen, es tolles MiG-29 Display der Luftwaffe (von dem es irgendwo ein Video geben muss...) und ein Riesenchaos bei der Abfahrt. 


    Aufgenommen wurden die Bilder mit einer gerade 10 Jahre alten Praktika MTL-5, an digitale Technik war noch lange nicht zu denken.

    TUMMELISA 1997 06c

    Auch gerade ca. 10 Jahre alt war damals diese Replica der Tummelisa, Holz und Stoff können also fliegen!
    Bemerkenswert ist hier der nicht regelbare Motor, zur Geschwindigkeitsverringerung vor der Landung wird einfach der Motor immer wieder kurzzeitig ausgeschaltet...

    C3605 2 1997 06c

    Leider nicht mehr auf Airshows zu finden ist die C-3605 Altenrhein D-FOXY. Nach einer Kollision im Jahre 2002 steht die beschädigte Maschine in Speyer.
    Das Flugzeug ist 1944 gebaut worden, bekam nachträglich ein Turboprop-Triebwerk und flog wieder ab 1991.

    Hunter Schweden 1997 06c

    Hawker Hunter F.Mk.50 / J-34 aus Schweden, Swedish Air Force Historic Flight

    Mig15uti 135 1997 06c

    Nicht auf der Flugshow, aber auf dem Gelände nebenan stand diese MiG-15UTI. Während der Show wurde ein Shuttle in das Luftfahrtmuseum Finow angeboten. Ein paar Impressionen.

    Mig21pfm 2238 1997 06c

    MiG-21PFM, ex. NVA 897

    Tu134ddrsch 1997 06c

    Seit nunmehr 30 Jahren ausser Dienst, Tu-134 DDR-SCH. Sie war die dritte Tu-134 der Interflug, 1969 in Dienst gestellt, jetzt 2014 schon 45 Jahre alt!

     Mig23s 1997 06c

    Diese MiG-23, eine frühe "S" Version, war nur ein Ausbildungsflugzeug der NVA, flog aber nicht dort.

    Mustang Oldcrow 1997 06c

    Wieder zurück auf der Airshow, North American P-51D Old Crow 44-73877 der Scandinavian Historic Flight.
    Bis 2002 ist diese Maschine regelmäßig zu sehen gewesen, heutiger Status?

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    Mig29 2912 1997 06c

    Zum Abschluss auch der Höhepunkt der Flugshow in Finow 1997, die MiG-29, 29+12 der Luftwaffe.
    Nach dem Display, heute übrigens auf so einer Veranstaltung undenkbar, fing es an zu regnen, weitere geplante Flugvorführungen anderer Maschinen fanden daraufhin nicht mehr statt. Der MiG-29 war es "egal", sie fliegt nun schon seit 10 Jahren in Polen.

    Übrigens: Modellbausätze habe ich auf der Flugshow nicht erstanden...

    Bilder und Text: (C) Jan Koennig

  • MAKS - die russische Luftfahrtausstellung

    Maks2015 Neu

    Seit 1993 wird die MAKS ( Международный авиационно-космический салон) bei Moskau auf dem Flugplatz Ramenskoje bei Schukowski veranstaltet.
    Anfangs ein Geheimtipp avancierte die Ausstellung immer mehr zur Messe und Massenveranstaltung.

    Seit 1999 waren wir einige Male dabei. Es sind viele Bilder entstanden, die gerade in der Galerie überarbeitet werden.

    Ein kurzer fotografischer Rückblick: 1999 wurde noch analog fotgrafiert, bei mir mit Praktica MTL-5. Meine MTL-5 hatte noch das Originale 50mm Objektiv, im Ganzen verbrauchte ich wohl ca. 5 Filme. Eines davon: eine MiG-21 im neuen Gewand.
    Leider war es an diesem Tag grau und bewölkt, aber noch recht leer auf dem Platz. Damals dachte man, mit einer Modernisierung der MiG-21 zur MiG-21-93 Kunden zu gewinnen.  

    Mig2193 99 08c Neu 

    2 Jahre später war ich wieder dabei. Die MTL-5 begleitete mich, dieses Mal aber mit 2 neuen (Zoom) Objektiven, eines sogar mit 200mm!  
    Leider war die Objektivqualität nicht besser, dafür das Wetter. Weiterhin also analog, aber auch weiterhin ohne die Flugzeuge in der Luft zu fotografieren!
    Schulflugzeug MiG-AT, trotz tollem Flugzeug nicht in Serie. Keine Chance gegen die Jak-130.

    Migat 2 2001 08c Neu

    2003 war die MTL-5 abgelöst durch eine analoge Minolta Dynax (wahrscheinlich 404, u.a. mit 300mm Objektiv) und meine erste Digitalkamera,
    Minolta Dimage 5i.
    Zur Dimage 5: Eine TOP Kamera, die leider nach 1,5 Jahren aufgab. Autofocus - Arbeitsverweigerung...
    Su-34, Bord 46 im Static.

    Su34 46 Maks2003 08c Neu

    Die analoge Minolta - eine Katastrophe. Kamera, Objektiv, 20 Filme dazu - für meine Zwecke total unbrauchbar. Die Zeit des Internets begann erst, so war kaum eine Online-Beratung / Erfahrungsaustausch möglich. 

    Die Su-34 (47) war sicher 300m entfernt, aber bessere Qualitäten nicht möglich.
    Vielleicht scanne ich die Negative auch noch mal neu ein, es sind so Spezialitäten wie Suchoi S-37 und Su-33KUB darunter.

    Su34 47 Maks2003 08 C Neu

    Beide Kameras verließen mich 2003, an den Käufer der analogen Minolta - es tut mir leid.... innocent

    Neu kam die erste digitale Spiegelreflexkamera dazu, eine EOS-10D.
    Eine sehr gute Kamera, hier ein Mi-38 Hubschrauber im Static.

    Mi38 Maks2005 08c Neu

    Als zweites Objektiv hatte ich ein Sigma 80-400 4.5-5.6 EX dabei. Leider, auch auf diesem Teleobjektiv lag der Fluch des Unscharfen. Sicher aus 3 Gründen: 

    - mein Unvermögen, mit zu wenig Übung gute Bilder zu machen
    - das ständige Gegenlicht und die heisse, flimmernde Luft
    - die generelle Diskrepanz zwischen altem (Analog) Objektiv ohne HSM Motor und der damals neuen EOS-10D

    Die Su-27 von einer Zuschauertribüne (400m Entfernung) gegen die Sonne aus fotografiert. Aber auch bessere Fotos sind aus 2005 dabei...

    Su27 305 Maks2005 08c Neu

    Die EOS-10D ist mittlerweile auch in den Ruhestand gegangen, neue Kameramodelle und neue Objektive sind am Start. Leider ist die Auswahl an fotografierbaren Flugzeugen seitdem kleiner geworden, daher eine Auffrischung der MAKS Bilder!

    Die Bilder werden in den nächsten Wochen neu in der Galerie verteilt und aktualisiert. Hier eine kleine Auswahl:

    • Mi-24W, 16 rot
    • Zugriffe: 535
    • MiG-31, 903 weiss
    • Zugriffe: 595
    • Berijew Be-12P-200, RA-00046
    • Zugriffe: 601
    • MiG-25U, 01 blau
    • Zugriffe: 520

    • Su-30M / Su-30KN, 302
    • Zugriffe: 529
    • Mi-35P, 48 gelb
    • Zugriffe: 507
    • Il-103, 0204
    • Zugriffe: 494
    • Flugzeugparkplatz Schukowski
    • Zugriffe: 544

    • Ka-226, RA-00002
    • Zugriffe: 540
    • Mi-171, RA-22982, Aerotaxi
    • Zugriffe: 512
    • Ka-52, 061 schwarz
    • Zugriffe: 492
    • Mi-26, 90 rot
    • Zugriffe: 559

    • 154, MiG-29M2
    • Zugriffe: 157
    • RA-94001, Tu-334
    • Zugriffe: 151
    • RA-91015, Il-114 Vuiborg
    • Zugriffe: 167
    • Su-27UB, Russian Knights
    • Zugriffe: 145

    Ab 2005 habe ich von der MAKS pausiert. Nach 4 Teilnahmen wollte ich mal etwas anderes sehen, auch private Gründe sprachen dafür.
    Auch 2015 passte es terminlich leider nicht, aber vielleicht bin ich 2017 wieder dabei? Warten wir es ab! 

    von Adresse: zu:
    oder Map
     

    Bilder und Text: (C) Jan Koennig

  • MiGs in Dermsdorf/Koelleda

    Neben der Su-22M4, ex. 682 der NVA, stehen in Dermsdorf bei Koelleda (noch) drei MiGs der ehemaligen NVA.
    Als erstes die MiG-21M, ex. 560, Werknummer 410 wurde nach nur 5 Jahren im Dienst 1974 nach einher Havarie ausser Dienst gestellt und diente danach an der OHS in Kamenz als Lehrobjekt.
    1998 war Sie in sehr gutem optischen Zustand in Dermsdorf ausgestellt. Sie hatte, wie alle anderen Flugzeuge auch, nun schon 3-4 Jahre dort verbracht.

    Mig21 560 Derm98 06c

    2014 stand die Maschine verpackt und am Rand des Flugplatzes. Der Grund ist leider nicht klar. Steht ein Verkauf an?

    Mig21m 560 Dermsdorf2014 1 06c

    Die MiG-21PFM, ex. 771, war zeitweise am Flughafen Erfurt als Werbeträger zu finden, nun wieder in Dermsdorf. 

    Mig21 771 Dermsdorf2014 1 06c

    Weiter stehen zwei MiG-21U am Platz,

    die MiG-21U-400, ex. 251, von 1964 bis 1990 im Dienst, Bilder von 1998 und 2014. Eine sehr alte "Lady", die U-400 war die Schulversion der ersten MiG-21 Versionen. Erkennbar am fehlenden Bremsschirmbehälter über dem Triebwerk, an Version U-600 ist dieser dort vorhanden.

    Mig21u 2388 Derm 1998 06c
    Mig21u 251 Dermsdorf2014 1 06c

     

    Und zuletzt die MiG-21U-600, ex. 289, von 1967 bis 1990 im Dienst, auch jeweile Bilder von 1998 und 2014.

    Mig21u 2395 Derms 06c

    Mig21u 289 Dermsirf2014 1 06c

    Alle Maschinen stehen ohne Abdeckung (bis auf die ex. 560) auf dem Platz, präsentieren sich in gutem äußeren Zustand, ohne größere Beschädigungen. Die Bundeswehr Kennungen wurden entfernt, alte NVA Kennungen sind eilweise wieder erkennbar. Die DDR Hoheitszeichen wurden nachträglich aufgebracht. 
    Allen Maschinen ist gleich, dass Abdeckungen von anderen Flugzeugen verwendet werden, z.B. ein Triebwerksauslassverschluss der 837 an der 289. Die Lacke sind reichlich verwittert und lösen sich teilweise, Kanzeln nicht abgedeckt.  
    Wer aber einige MiG´s im Originalzustand besichtigen möchte, Dermsdorf liegt direkt an der A71, in der Nähe von Kölleda, Thüringen.

    (C) Text und Bilder, Jan Koennig

     

  • Museum Flugwelt Altenburg Nobitz

    Nobitz000

    Etwas versteckt ist es schon, das Museum Flugwelt Altenburg Nobitz. Und ja ehrlich, ohne die "kleine" Airshow Grossflugtage 2013 hätte ich es auch nicht gefunden - wahrscheinlich auch nicht gesucht. Aber ich wurde positiv überrascht. Selten habe ich erlebt, dass sich Menschen so für (ihr?) Luftfahrtmuseum interessieren. Warum? Weil hier scheinbar keine Gelegenheitsverpflichteten Bürgerarbeiter an der Kasse saßen und die Minuten bis zur Schließung herbeisehnten. Weil hier vielleicht Vereinsmitglieder die Chance erkannten, aus den hunderten Besuchern des Flugtages viele Interessierte in das kleine Museum zu holen und Ihnen mit guter Laune und noch viel mehr Wissen Ihre Exponate auf Wunsch zu erklären.

    Entschuldigung, dass es wie eine Lobeshymmne klingt, aber ich hatte den Eindruck, hier stehen Menschen hinter Ihrem Hobby und damit Ihren Flugzeugen und Hubschraubern.
    Das ist leider nicht immer und überall so!

    Nobitz1

    Ein Teil der Flugzeuge stand im Freigelände nahe der Start- und Landebahn, die nunmehr scheinbar zum Museum gehörende MiG-21SMT haben wir an anderer Stelle schon betrachtet.  
    Dieser F-104F Starfighter, ex. Luftwaffe BB+374 stieß 2011 zum Museum und wurde ausserhalb 2013 ausserhalb aufgestellt.

    Nobitz2

    Im Museumsbereich, der nordöstlich der SLB liegt, prägt die Breguet Atlantic, ex. Marine 61+12 das Bild. Leider ist es im Innenhof des Museums so eng, dass dieses Flugzeug kaum formatfüllend, aber jedenfalls nicht ohne Zaun gezeigt werden klann.

    Nobitz5

    Die Atlantic wurde aber sehr gut gezeigt und ist auch in gutem Zustand. Eine spezielle Führung (gegen einen geringen Aufpreis) kann man sich sicher buchen, wenn Zeit und spezielles Interesse vorhanden ist.
    Beides haben wir aber heute nicht, daher...

    Nobitz3

    widmen wir uns dem nächsten Objekt. Hier muss ich sagen, wir kennen uns beide. Als 401 der NVA stand dieser Mi-2 auch in Salzwedel auf dem Flugplatz. Da haben wir uns "gesehen"... sozusagen...Zumindest ich Ihn von unten.

    Nobitz4

    Auch sicher mal in unserer Nähe war dieser oder ein anderer der Z-37 Cmelak. Als DDR-SSN verteilte die D-EOON bis 1990 Düngemüttel auf die Äcker. 

    Nobitz6

    Die D-9539, Canadair CL-13B Sabre Mk6, steht nicht mehr, wie uns einige Webseiten erzählen wollen, in Gatow, sondern jetzt in Altenburg. Das westdeutsche Pendant zur ostdeutschen MiG-15 gehörte zur Erstausstattung der Bundeswehr. 1958 beschafft, da waren aber schon 8 Jahre der Produktion vergangen. 1966 wurde das Flugzeug ausgemustert, flog aber noch einige Jahre Zieldarstellung von Sylt aus.

    Nobitz7

    1966 wiederum wurde diese MiG-21 PFM/SPS in der NVA in Dienst gestellt.
    In mindestens 3 Jagdgeschwadern im Einsatz, kam sie nach 1994 auch mal vor einem Supermarkt zur Geltung. (Klick) Mittlerweile ist diese MiG neu lackiert und steht im kleinen Innenhof des Museums. 

    Nobitz8

    Ein weiterer Schwenk in die 1960iger Jahre, Fiat G.91/T3, 99+41. Ebenfalls aus Gatow stammend, mit etwas verwittertem Lack, der aber original ist. 

    Nobitz9

    Nicht nur komplette Flugzeuge sind in Altenburg zu sehen, sondern auch Anbauteile oder wie hier, Wrackteile. 
    Eine Unart der sowjetischen Streitkräfte wird jetzt zum Museumsobjekt. So war es bei den Truppen der GSSD (Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland) nicht unüblich, verunfallte Flugzeue, auch Teile davon,  im Boden zu "entsorgen". Den heutigen deutschen Recyclingvorschriften entspricht das nicht, aber so finden wir diese MiG-21 Fläche heute wieder....2005 wurden Reste einer abgestürzten MiG-21 ganz in der Nähe des Flugplatzes ausgegraben und sind im Museum ausgestellt. Der Rote Stern ist immer noch sichtbar!

    Nobitz10

    Auch ein seltenes Ausstellungsstück ist der Störbehälter SPS-141. Erst in den späten 1980er Jahren geliefert, konnte dieser Behälter an nachgerüsteten MiG-21bis und an MiG-23 Versionen benutzt werden. 

    Nobitz11

    Das letzte Aussenobjekt - ein Zusatztank der Su-7. Da keine Su-7 in der NVA flogen, wird auch dieser Tank eine Hinterlassenschaft der GSSD sein.

    Im Innenbereich schließen sich umfangreiche Ausstellungen mit Exponaten zur Geschichte des Flugplatzes an, stellvertretend dazu zeigen wir eine Lehrtafel zur hydraulischen Ausstattung des Hubschraubers Mil Mi-24. 

    Nobitz12

    Das war ein kleiner fotografischer Rundgang im Museum Flugwelt Altenburg Nobitz. Neuerdings ist hier auch eine Transall zu Hause. Wenn Sie in der Nähe sind, schauen Sie doch einmal rein - es ist übrigens Thüringens erstes Luftfahrtmuseum!

    Bilder und Text: (C) Jan Koennig 2013-2015

     

  • NATO Day 2016 Ostrava

    Ostrava55

    Ein Land, zwei Airshows innerhalb von 14 Tagen, warum? Nicht zu verstehen, dass in Tschechien mit den NATO Days eine Konkurrenzveranstaltung zur CIAF groß geworden ist. Lange Zeit war die CIAF DIE Veranstaltung, erst in Brno, jetzt in Hradec Kralove.

    Mittlerweile haben die NATO Tage bei Ostrava aber aufgeholt, ja überholt. Wobei der Name etwas verwirrend ist. Von den NATO Tagen bleibt auch "nur" eine Airshow mit Beteiligung von Kette und Platzpatrone.

    Diese hatte es in diesem Jahr aber in sich. Partnerland war 2016 Deutschland, die Bundeswehr schaffte daher so ziemlich alles ran, was fahren und fliegen konnte. Grund der Reise war die Bundeswehr Präsenz aber nicht, da müsste ich nicht so weit fahren. Das schaffte die ILA Berlin in den letzten beiden Jahren auch. Grund war der womöglich letzte MiG-21 Auftritt "in Dienst". Rumänische MiG-21LanceR hatten sich angekündigt.
    Und die enttäuschten auch nicht. MiG-21 flog und zeigte sich im Static. Generell war das Static gut bestückt. Fast alle NATO Länder schickten Flugzeuge oder Hubschrauber. Die Bundeswehr war, wie schon erwähnt, mit fast allen aktiven Luftfahrzeugen vertreten, selbst zwei Bo-105 verschlug es nach Ostrava. Highlights neben B-1B, B-52, E-3A Sentry, F-16, Eurofightern waren aber auch die kleinen, nicht überall gezeigten Muster. Noch sieht man L-39 und Mi-8/17, aber wie lange noch? MiG-29 war dieses leider nicht vertreten, weder aus Polen, noch aus Slowakei oder Bulgarien. Mit Bulgarien rechne ich schon gar nicht, aber ein Traum wäre es. 

    Was flog? In erster Linie Eurofighter. Das ist sicher selten, aber auf Dauer eher langweilig. Zumal nur der deutsche Teilnehmer mit einer Sonderlackierung antrat. Endlich wieder ein deutsches Flug-Display! Wann habe ich so etwas das letzte Mal im Ausland gesehen? 2006...?
    Weiter 2016: Neben Rafale, der erwähnten MiG-21 traten hier die Schweden (nicht NATO Mitglied) mit 4 Flugzeugen der Swedish Historic Flight (Saab-105, Viggen, Tunnan, Draken) aufs Podest. Auch die Schweizerische F-18 legte eine engagierte Darbietung vor, Ersatz für die aus bekannten Gründen nicht angetretene Patrouille die Suisse. Leider blieb die Tiger-Lackierung am Boden. Die Gastgeber schickten Hubschrauber, Gripen und L-159 in die Luft.

    Natoday2016 02

    Eröffnungsszene, Czech Air Force

    Selten auch eine slowenische PC-9B. Hier trat aber das ganze Problem der Veranstaltung im sinne einer Flugshow zutage. Die Displayachse liegt quer zur Start- und Landebahn, ca. 700m von den Zuschauern und allen Möglichkeiten entfernt. von einer PC-9 ist dann nichts mehr zu sehen, da hätte auch eine T-6 Texan fliegen können, kaum einer würde das merken.
    Eigentlich ist die Lage schon als katastrophal zu bezeichnen. Unkoordinierte Anfahrten, wenig Parkmöglichkeiten, lange Fußwege, hohe Zäune zwischen SLB und Airshowgelände, Blick in den Süden mit Gegenlicht auf die Displays. Dazu kam das schlechte Wetter, gut dafür kann die Airshow nichts. Ein Mitte-September Termin kann aber immer schwierig sein. Dazu noch der Hinweis, dass die Ansagen der Sprecher nur auf Tschechisch erfolgten, ins Englische wurde nichts übersetzt. 

    Lohnt sich dann ein so langer Anfahrtsweg von 900km in Zukunft? Diese Frage ist nur bei außerordentlichen Teilnehmern mit JA zu beantworten. Dazu muss man schon eine große Portion Enthusiasmus mitbringen, denn Ostrava selbst ist auch nicht der Ort für touristische Entdeckungen. In diesem Jahr hat es die MiG-21 für mich gerissen, für andere Jahre wird man neu entscheiden müssen.

    Dann waren da noch die überall gepriesenen Bodenfahrzeuge. Davon war leider nicht viel zu sehen. Ja, eine Polizeiaktion mit Blaulicht und quietschenden Reifen macht nicht jeder. Sonst aber außer einem T-72 und Strela-10 kaum Bewegung, am Sonntag quälten sich noch BMP/BVP und ein Leopard 2 durch die Wiese. Eine Leistungsschau wird daraus aber nicht. 

    Was bleibt? Eine Airshow mit vielen Teilnehmern, mäßig interessantem Flugverkehr und schlechtem Wetter. Um in Zukunft die fotografierende Zunft anzuziehen müsste einiges verändert werden, z.B. ein Spotter Day, Fly In oder ausgewiesene Fotozonen im Süden des Geländes. die Verabredung mit dem Wettergott sollte auch optimiert werden!  

    Einige Fotos vom NATO Day 2016, weitere Bilder finden sich ind er Galerie.

     

    Natoday2016 03

    Nichts ging am Samstag Nachmittag, was mit Fotos zu tun hatte. alles grau in schwarz. Rafale mit Wasser in der Luft, Tropfen auf dem Objektiv und keine Farbe im Bild. Kein schönes Bild, aber einige Stunden Tatsache. 

    Natoday2016 04

     Zum Ende des Tages, etwas Licht. Auch ein Eurofighter kann feuchte Luft darstellen

     Natoday2016 05

     MiG-21 LanceR im Start, leider etwas zu tief. Zaun und Lichtmast wollten wohl unbedingt mit drauf.

    Natoday2016 06

     Oft wird man diese rumänischen MiG´s nicht mehr sehen. F-16 Ersatz ist gerade eingetroffen... :(

    Natodays2016 07

     Ein bisschen Bodentechnik, T-72 auf der feuchten Wiese. Die Mündung, als Zeichen an das Publikum, aber verschlossen.

    Natodays2016 08

    Was der Samstag nicht kann, holt der Solltag wieder raus. Deutscher Eurofighter im Display. Immer diese grauen Unterseiten.

    Natodays2016 09

    Die L-410FG flog fast den ganzen Tag um, über und nah an Mosnov. Wer fotografiert hier eigentlich wen?

    Natodays2016 10

    Noch ein Eurofighter,  österreichisches Bundesheer.

    Natodays2016 11

    Frecce Tricolore im Überflug

    Natodays2016 12

    Eigentlich ist Mosnov, der Flughafen bei Ostrava, mittlerweile ein Regionalflughafen. Daher auch seltener Zivilflugverkehr, ATR-42 Czech Airlines.

    Natodays2016 13

    Das griechische ZEUS Display, geflogen wieder mal nicht von der bunten ZEUS Maschine.  

    Natodays2016 14

     

    Natodays2016 15

    Tschechisches L-159 ALCA Display. Simuliert wurde ein Bodenangriff. Womit eigentlich? Alle Startschienen leer.  

    Natodays2016 16

    In der Abenddämmerung, ein slowakischer Teilnehmer. Keine MiG-29, heute eine sonderlackierte L-39.

    Natodays2016 17

    Wenn ich die Viggen so ansehe, frage ich mich immer noch, wie dieser Koffer in die Luft kommt. 

    Natodays2016 18

    Offensichtlich klappts mit Nachbrenner! Die Vorstellung der Swedish Historic Flight Maschine+Besatzung allerding absolut TOP!

    Natodays2016 19

    Das Ende der Veranstaltung sollte eine 5 Ship Eurofighter Formation bilden. Es wurden dann 3 Stk. 

    Natodays2016 25

    Static Display im Regen. Bo-105 Abschieds- und Sonderlackierte Maschine aus Celle. Leider nur noch wenige Tage im Dienst. 

    Natodays2016 26

    Zum Abschluss einer von nur zwei Tornados in Ostrava. Vor einigen Jahren allgegenwärtig, nun auch schon rar. 

    Weitere und größere Fotos in der Galerie:

    • 3 Ship Formation Eurofighter
    • Zugriffe: 46
    • 43 blau, Eurocopter AS 365
    • Zugriffe: 58
    • Aufnahmeort: Ostrava
    • IATA-Code: OSR
    • ICAO-Code: LKMT
    • Airline/LSK: Lithuanian Air Force
    • 5019, Aero L-39ZA
    • Zugriffe: 67
    • Aufnahmeort: Ostrava
    • IATA-Code: OSR
    • ICAO-Code: LKMT
    • Airline/LSK: Slovak Air Force
    • J-002, F-16A, Royal Netherlands Air Force
    • Zugriffe: 65
    • 60-0038, Boeing B-52H Stratofortress
    • Zugriffe: 46
    • Aufnahmeort: Ostrava
    • IATA-Code: OSR
    • ICAO-Code: LKMT
    • Airline/LSK: U.S. Air Force
    • 46-80, C-27J Spartan, Italian Air Force
    • Zugriffe: 87
    • 0715, PZL W-3 Sokol
    • Zugriffe: 39
    • Aufnahmeort: Ostrava
    • IATA-Code: OSR
    • ICAO-Code: LKMT
    • Airline/LSK: Czech Air Force
    • MM62286 Piaggio P-180AM Avanti
    • Zugriffe: 57
    • Aufnahmeort: Ostrava
    • IATA-Code: OSR
    • ICAO-Code: LKMT
    • Airline/LSK: Aeronautica Militare (Italian Air Force)
    • 6824, MiG-21 LanceR
    • Zugriffe: 60
    • Aufnahmeort: Ostrava
    • IATA-Code: OSR
    • ICAO-Code: LKMT
    • Airline/LSK: Romanian Air Force
    • 842, C-130H
    • Zugriffe: 57
    • Aufnahmeort: Ostrava
    • IATA-Code: OSR
    • ICAO-Code: LKMT
    • Airline/LSK: Swedish Air Force
    • 16 blau, Aero L-39
    • Zugriffe: 63
    • Aufnahmeort: Ostrava
    • IATA-Code: OSR
    • ICAO-Code: LKMT
    • Airline/LSK: Lithuanian Air Force
    • 0419, PZL W-3 Sokol
    • Zugriffe: 41
    • Aufnahmeort: Ostrava
    • IATA-Code: OSR
    • ICAO-Code: LKMT
    • Airline/LSK: Polish Air Force

    Ort der Veranstaltung

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  • Polnisches Luftfahrtmuseum Krakau - Gestern und Heute

    Krakau001

    Tief im Südosten Polens, wir besuchen eines der größten Luftfahrtmuseen Europas. 

    Muzeum Lotnictwa Polskiego w Krakowie, mitten in der Stadt Krakau, gelegen auf Teilen des ehemaligen Flughafens Krakow-Rakowice. Aus dem Norden Deutschlands ist die Anreise nicht eben machbar. Daher wurde bei einem ersten Besuch 2004 ein Zug benutzt, der damalige Eurocity Wawel. Anfahrt aus Hamburg direkt nach Krakau. 
    Diesen Zug gibt es leider nicht mehr, so kam 2015 nur die PKW Anreise in Frage. Nicht minder interessant, denn unterwegs in Schlesien sind gute Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden!

    Es soll hier aber in erster Linie um den Vergleich 2004-2015 gehen, denn das Museum selbst wurde reichlich beschrieben und auch 2007 von Rene besucht.

    2004 konnte man noch von Geheimtip sprechen, wenig nichtpolnische Besucher verirrten sich in die kaum ausgeschilderte Ausstellung.
    Platz war reichlich vorhanden, kaum Nachbarn. Im großen Hangar ein Mix aus Weltkriegs Veteranen und polnischen Eigenentwicklungen. Daneben eine historische Halle, frisch eröffnet mit den Resten der Deutschen Luftfahrt Sammlung Berlin, einigen WK I Flugzeugen bzw. deren Rümpfe. Der Rest stand in Freien, nicht restauriert aber ordentlich erreichbar und zugänglich. 

    Bis 2015 hatte sich einiges verändert. Ein neues Hauptgebäude wurde errichtet, zu meinem Besuchszeitpunkt leider wegen Renovierung geschlossen. Schade. Westlich der WK I Halle entstanden 2 Wellblechhallen für die Ausstellung "Kalter Krieg" und als Werkstatt genutzt werden. Leider sind beide Hallen sehr unpassend und unschön. Aussen ist die Grundaufstellung weiterhin vorhanden, es sind viele Exponate dazugekommen. Fast würde ich sagen, die Menge der Flugzeuge und Hubschrauber hat sich verdoppelt. Mehr als verdoppelt hat sich die Anzahl der Bauten ringsum, das Museum ist eingebaut worden von modernen Gebäuden. Um so erstaunlicher, dass dazwischen trotzdem noch geflogen wird, einmal jährlich findet das Piknik lotniczy - eine Airshow statt.

    Krakau1

    Hauptgebäude und neuer Eingang

     

    Krakau9 

    2015, Blick durch die Aussenausstellung

    Krakau2004 2

    2004 war die Flugzeugmenge deutlich geringer

    Krakau2004 5

    2004, Blick über die MiG-Ecke. Kaum Bebauung in der Nähe. 

    Krakau5

    2015, mittig die WK I Halle, rechts noch sichtbar die Blechhalle für die Ausstellung "Kalter Krieg". Die Flugzeuge im Vordergrund, u.a. Harrier, MiG-21 und Jaguar sind dort thematisch angeordnet.

    Krakau2004 4

    2004 standen hier Mi-4 Hubschrauber. Auf dem Gelände der heutigen Blechhallen lagerte die Reserve des Museum, u.a. MiG-21 und Su-7.

     

    Allein die Menge der Flugzeuge und Hubschrauber ist also in den letzten 11 Jahren deutlich gewachsen. Über den Zustand der Exponate kann das leider nicht gesagt werden. Einiges wurde restauriert (Spitfire, Bf-109) einiges nur mit Farbe versehen (LIM- Versionen, Mi-4, Il-10). Der große Rest steht leider heute genauso da, wie vor 11 Jahren. Umwelteinflüsse nagen auch hier am Metall und den Plexiglasscheiben.
    Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass Luftfahrtmuseen aktuell nicht mit warmen Geldspenden versorgt werden. Lieber den 100en Cappuccino oder nach 2 Jahren endlich wieder ein neues Auto... als etwas Interesse, Zeit oder gar Geld in "altes Blech" zu stecken. In gewisser Weise ist das Krakauer Museum mit dem ehemaligen Museum in Moskau/Chodinka zu vergleichen.
    Innenstadtlage, umrahmt von neuen Häusen, immer weniger Platz. Chodinka gibt es nicht mehr. Allerdings, das Krakauer Museum ist ein staatliches Museum, keine Privatveranstaltung, wie das damalige Museum Chodinka. 

    Krakau3 Lim1

    LIM-2, 712 rot  im Jahre 2015

    Krakau2004 1

    gleiches Flugzeug, LIM-2, 712 rot im Jahre 2004.

    Krakau6

    Impressionen 2015 unter der Il-28 Fläche hindurch

    Krakau2

    F-105D "Polish Glider" vor dem Hangar, 2015

    Auffällig ist, das mittlerweile Konzepte für unterschiedliche Ausstellunsggruppen greifen. So wird das Thema 1. Weltkrieg mit den Resten der Deutschen Luftfahrt Sammlung dargestellt. Leider sind alle Ecken/Räume sehr dunkel, kaum fotografierbar.
    Gleiches gilt auch für die Motorensammlung und die Halle "Kalter Krieg".  Welcher Hintergrund verbirgt sich hier: Stromsparmodus oder alles Konzept?
    Die MiG und Su-Alley dagegen ist an gewohnter Stelle chronologisch nach Typ aufgestellt. Neu dazu gesellen sich landwirtschaftliche Flugzeuge und Passagierflugzeuge. 
    Wenn man die Suchoi´s etwas weiter auseinanderziehen würde, würde das beim Fotografieren helfen!

    Krakau2004 6

    2004, gerade öffentlich zugänglich gemacht: WK I Flugzeuge mit Flatterband

    Krakau7

    2015 in Inselform ohne zusätzliche Beleuchtung ausgestellt, hier glüht das Blitzgerät!

    Fazit: Trotz einiger Unzulänglichkeiten ist dieses Museum ein Pflichtpunkt auf der Museum-To-Visit Liste. Vielleicht wird die eine oder andere Maschine restauriert und Depotflugzeuge ausgestellt oder gegen sinnvolle Ergänzungen getauscht.
    Natürlich ist Krakau selbst ein Besuch wert - in 10 Jahren komme ich wieder!

    Krakau8

    MiG-21, Su-20 und diverse LIM- Depotmaschinen, wie lange noch?

    Weitere Bilder in der Galerie, hier eine Auswahl:

    • 6504, MiG-21MF
    • Zugriffe: 160
    • 9107, MiG-21MF
    • Zugriffe: 140
    • 01, MiG-21PFM
    • Zugriffe: 169
    • SP-LHB, Tu-134A
    • Zugriffe: 143
    • SP-GLM, Jak-17UTI / Yak-17UTI
    • Zugriffe: 183
    • Po-2 / U-2
    • Zugriffe: 141
    • 2003, MiG-21M
    • Zugriffe: 147
    • 4V+GH, Ju-52/3m (Amiot AAC.1 Toucan)
    • Zugriffe: 193
    • LVG B.II
    • Zugriffe: 127
    • 3005, Su-22M4
    • Zugriffe: 158
    • BA-03, Mirage-5BA
    • Zugriffe: 131
    • 3241, Aero L-29 Delphin, ex. Czech Air Force
    • Zugriffe: 176
    • 120, MiG-23MF
    • Zugriffe: 153
    • 1023, WSK Lim-5 / MiG-17F
    • Zugriffe: 199
    • 013, PZL-130T Orlik
    • Zugriffe: 156
    • 14, Saab J-35J Draken
    • Zugriffe: 183

    oder Map

     

     

  • Sammlung Flugplatz Grossenhain

    Grossenhain00

    100 Jahre alt ist er. Genau genommen schon 101 Jahre und damit einer der ältesten Flugplätze in Deutschland. Nein, es ist nicht Berlin/Johannisthal (der ist noch etwas älter), es ist der Flugplatz Grossenhain in Sachsen. Nach wechselvoller Geschichteist die Zukunft des heutigen Verkehrslandeplatzes scheinbar aktuell immer noch nicht gesichert. 
    Scheinbar existieren Interessenskonflikte um Grundstücke auf dem Flugplatzgelände. Sicher für einen Aussenstehenden, wie mich, eigentlich kaum bemerkbar, aber die Angespanntheit einiger Beteiligter lässt sich bei einem Besuch vor Ort nicht übersehen.
    So war das Ziel nicht die Sammlung Koch, sondern die frei stehenden Flugzeuge und Hubschrauber des Flugplatzes selbst. Es war das erste Mal, dass ich unmissverständlich aufgefordert wurde, die frei zugänglichen Maschinen ohne spezielle Erlaubnis NICHT zu fotografieren.
    Diese Erlaubnis war auch nicht einfach zu erlangen, Einzelheiten möchte ich nicht näher beschreiben.

    Das Ziel der Reise waren die 4 Exponate, die im Folgenden kurz beschrieben werden: 
    eine MiG-21PFM/SPS, ein Mi-2, ein Mi-24D und neuerdings ein Mi-8T.

    Grossenhain7

    Die 780 ex. NVA ist eine originale MiG-21PF/SPS, außerlich fast intakt und mit neuem Farbanstrich versehen. Leider etwas eingewachsen und zugeparkt. Vielleicht spendiert jemand der Cockpithaube noch eine Abdeckung?

    Grossenhain6 

    Besser zugänglich und fotografierbar ist der tschechische Mi-24D.

    Original ist hier aber nicht mehr alles, Abdeckungen der Triebwerkseinläufe, Triebwerksausläufe, Waffenträger... na ja.

    Grossenhain5

    Startschienen der PALR sind nicht mehr vorhanden, dafür umlackierte Gasflaschen als Nuklar....was auch immer.
    Der Rest der Maschine (Copckpit, Staurohre) schein komplett zu sein und bis auf einige Druckspuren der Gurte auch relativ unbeschädigt.

    Grossenhain1

    Die Nr. 3 ist ein PZL Swidnik Mi-2, OM-OIV, ex. OK-OIV, ex. CCCP-20921. 
    Die Lackierung ist neu, aber nicht künstlerisch selbst ausgelegt.

    Grossenhain2


    Kein Eyecatcher ist der Mi-8T, ex. 630 NVA, ex. 93+31 Bundeswehr. Wiederum neu lackiert, aber wenig authentisch. Dieser Hubschrauber hat schon eine lange Odyssee durch Deutschland hinter sich, hoffen wir, dass sein jetziger Standort lange erhalten bleibt. Leider ist es auich nur eine Hülle, genau wie der Mi-2. Triebwerke, Cockpit usw. fehlen.  Aber immerhin soll der Mi-8 mittlerweile wieder Tragschrauben erhalten haben.

     

    Grossenhain4

    Hoffen wir, dass der Flugplatz Grossenhain weiter geöffnet bleibt und die (momentan) 4 Ausstellungsstücke zukünftig etwas besucherfreundlicher präsentiert werden. 

     

     

Galerie

  • MU-Z F-84G 51-10161 cn 2242-614B
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