Airshows

Die schwedische Luftwaffe (Flygvapnet) veranstaltete ihre Airshow 2004 in Ronneby in der Nähe von Karlskrona.
Ronneby/Kallinge ist die Heimat der F17, der Blekinge Flygflottilj 17.
Die F17 feierte 2004 ihr 60-jähriges Bestehen. Am 01.07.1944 aufgestellt flog der Verband eine Reihe verschiedener Flugzeugmuster die fast alle aus dem Hause Saab stammten. Bis 1947 wurde die B3 (Junkers 86) eingesetzt und 1947-1956 wurde ein anderer Bomber, die Saab T18, geflogen. 1954-1956 wurde parallel zur T18 der erste Jet von der F17 genutzt, die Saab J29R Tunnan. 1956 wurden die T18 und J29R gegen die Saab A32 Lansen ausgetauscht. Über 3 Staffeln (Divisioner) verfügte der Verband. Die erste und zweite Staffel begannen 1973 mit dem Umstieg auf die Saab J35F Draken. Die dritte Staffel (Division) stellte 1975 den Betrieb mit der Lansen ein und wurde aufgelöst. Die F17 war jetzt ein reines Jagdgeschwader. 1979 begann die zweite Staffel mit der Umrüstung auf die Saab SF/SH37 Viggen, einer Aufklärerversion der Viggen. Die erste Staffel begann 1981 mit der Nutzung von JA37 Viggen, der Jägervariante.
1993 bekam die zweite Staffel ebenfalls die Jagdversion. Die Maschinen kamen von der F13. Die Aufklärer-Viggen wurde an die F10 in Ängelholm abgegeben. Somit war die F17 wieder ein reiner Jagdverband. Die Viggen wurde relativ lange vom Verband betrieben. Erst 2002 wurde die Viggen durch die Saab JAS39A/B Gripen ersetzt und nur wenige Tage nach der Airshow erhielt die F17 ihre ersten JAS39C/D. Neben den Bomber- und Jagdflugzeugen kamen noch verschieden Flugzeugtypen für das Training zum Einsatz, welche da waren Saab Sk50 (Saab 91 Safir), 60 (Saab 105) und 61 Bulldog.

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Die Airshow wurde nicht zuletzt aufgrund des guten Wetters von etwa 40.000 Menschen besucht und war somit ein voller Erfolg.
Im Static Display gab es einen Querschnitt der schwedischen Luftstreitkräfte zu sehen. Angefangen bei historischen und dennoch flugtaulichen Maschinen vom Typ Saab B17, Lansen und Draken bis hin zu im regulären Einsatz stehenden Mustern wie der Hkp4 (Kawasaki-Vertol 107 alias CH-64), Hkp10 (Super Puma), Tp84 (C-130 Hercules), verschiedenen Varianten der Viggen deren Tage jedoch gezählt sind und der Gripen. Nachdem die F4 in Östersund-Frösön im September ihre letzten Viggen außer Dienst gestellt hat, ist die F21 in Luleå/Kallax der letzte Verband der die Viggen einsetzt und das noch bis voraussichtlich Ende 2005.
Eine Überraschung war die Tatsache das erstmals eine EMB-145H der griechischen Luftwaffe öffentlich ausgestellt wurde. Die als Frühwarnflugzeug (AEW&C) konzipierte Maschine wurde von Griechenland im Dezember 1998 ausgewählt und am 01.07.199 wurden vier Stück bestellt. Hergestellt werden die Jets beim brasilianischen Flugzeughersteller Embraer. Die Ausrüstung mit den erforderlichen Radarsystemen erfolgt bei der schwedischen Firma Ericsson Microwave Systems in Halmstad. In Ronneby zu sehen war die 374 (PP-XHL), eine von zwei zu dem Zeitpunkt in Halmstad befindlichen Maschinen.
Ergänzt wurde die Bodenausstellung durch einen Tornado ECR aus Lechfeld, Mirage 2000 aus Frankreich, F-16 aus Dänemark und Fennec-Hubschraubern aus Dänemark u.a.!

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Im Flying Display gab es die bereits erwähnten historischen Muster (B17, Lansen und Draken) zu sehen.
Das Flugprogramm wurde naturgemäß von den schwedischen Streitkräften dominiert. Wie schon 2003 in Luleå/Kallax wurde in Ronneby/Kallinge ein Vierer-Verband Gripen vorgeführt. Zu sehen gab es eines der letzten Flying Displays einer Viggen. Pilot der JA37DI war Major Anders Jönnson der F4. Dieser war bereits seit 2001 der Display-Pilot. Die letzte Vorführung einer Viggen gab es am 09.10.2004 in Östersund-Frösön anläßlich der offiziellen Umrüstung auf die Gripen.
Das beeindruckendste Helikopter Display war das der Hkp9 (Bo-105) der fast wie ein Blatt im Wind umher wirbelte. Klasse! Ein weiterer Programmpunkt war u.a. eine Feuerlöschdemonstration mit einer Hkp10.
Die Gripen für das Solo Display war am Leitwerk mit einer Folie versehen die auf das 60-jährige Bestehen der F17 hinwies. Diese Verzierung war eine Idee der Technik der F17 und wurde rechtzeitig zur Vorführung durch den Display Piloten Ramsin aufgetragen. Zwei Tage später gab es erstmal Startverbot für die Maschine da es sich dabei um eine nicht offiziell genehmigte Markierung handelte. Ein Massenüberflug mit den verschiedensten Einsatzmustern (darunter 16 Gripen) und der Auftritt des Team 60 rundeten die Darbietung der schwedischen Luftstreitkräfte ab.
Ausländische Teilnehmer waren vertreten in Form des F-16 Solo Display Team der niederländischen Luftwaffe, einer F/A-18 Vorführung der Schweizer Luftwaffe und einer Mirage 2000 der französischen Luftwaffe.

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Hkp4 alias KV-107

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17239/J SE-BYH Saab B17

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Saab J35J Draken

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4-ship Gripen 139, 148, 150, 172

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Feuerlöschdemo einer Hkp10

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Tp84 alias C-130 Hercules

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Gripen mit Sonderlackierung anläßlich des 60-jährigen Bestehens der F17

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100004/004 S100D alias Saab 340AEW

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374/PP-XHL EMB-145H Hellenic Air Force

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39171/171 JAS39A F17

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