Luftfahrtmuseen

Langstreckenflugzeuge landen normalerweise auf befestigten Bahnen mit ausreichender Länge und Infrastruktur. Gesteuert von einem erfahrenen Piloten lässt sich aber auch ein vierstrahliger Jet auf einer knapp 900m langen Graspiste landen.
Ein solches Ergebnis steht in Stoelln/Rhinow.

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Hier begann Otto Lilienthal 1893 seine praktischen Versuche der Gleitfliegerei.  
Die Hügel um den Gollenberg gelten heute daher als ältester Flugplatz der Welt. Um die Erinnerung an Otto Lielienthal wach zu halten, wurde im Oktober 1989 eine von der Interflug ausser Dienst gestellte Il-62 nach Stoelln überflogen.
Die Landung gelang dem erfahrenen Flugkapität H. D. Kallbach und das Flugzeug präsentiert sich heute in einem sehr guten Zustand als Erinnerungsstätte. Gegen ein geringes Entgelt können besucher den Inneraum ansehen, Bilder, Dokumentationen und Bücher über das Leben und Wirken Otto Lilienthals erwerben.
Im Innenraum dem Flugzeuges ist aber auch ein Standesamt enthalten, der ideale Rahmen für eine Eheschließung nicht nur für luftfahrtbegeisterte Menschen.

Die Il-62 DDR-SEG, Werknummer 31403 wurde am 4.5.1973 als DM-SEG bei der Interflug in Dienst gestellt.  Im Jahre 1989 wurde diese Maschine, wie auch die anderen Il-62 (nicht Il-62M!) ausser Dienst gestellt.
Von den 6 Il-62 stürzte eine 1972 an (DM-SEA), DDR-SEB und DDR-SEH wurden verschrottet nachdem Sie durch Vandalismus zerstört wurden.
DDR-SEC ist in Merseburg ausgestellt, DDR-SEF ist in Leipzig/Schkeuditz abgestellt, DDR-SEG ist wie erwähnt die Il-62 in Stoelln/Rhinow.

Hier ist u.a. ein Video der Landung der DDR-SEF in Stoelln 1989  zu sehen.   

Der Weg Flugzeug ist ausgeschildert, leider lässt die Lage am Feldrand und mit dichter Bebauung nur wenige Bildmotive zu.
Wer in der Nähe ist oder aber in einem ausgefallenen Standesamt heiraten möchte, der komme nach Stoelln!

 

 

 

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