Luftfahrtmuseen

Berichtbild Fpmcottbus 2012

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die Geräusche von Triebwerken um und über Cottbus eine Nomalität, die ab und an verflucht wurde.
Heute ist es merklich ruhig, der Flugplatz geschlossen und bald soll hier das Licht der Sonne in elektrischen Strom umgewandelt werden.
Alles ruhig? Doch nein in einem Bereich des ehemaligen Flugplatzes hat sich ein Verein eingerichtet, der hier ein recht einzigartiges Flugzeugmuseum betreibt. Fahren wir also unsere Bremsen aus und betrachten es nicht nur von der Ferne!

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Die restaurierte MiG-17 ist genau der Unterschied dieses Museums zu vielen anderen seiner Art. Hier werden keine Schrotthaufen verwahrt oder in geschäftiger Absicht seltene Flugzeuge mit fiktiven Bemalungen ausgestellt.
Nein, hier gibt es kein "Reiseflugzeug von Erich Honecker", ein Spruch, der gern mal jede X-beliebige ex. Interflug Maschine ziert.


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In Cottbus kümmert sich der Verein Flugplatzmuseum Cottbus e.V. um seine Ausstellungsstücke. Kümmern heißt in diesem Fall, daß engagierte Mitglieder und Mitarbeiter, ein großes Archiv, die Kenntnis von "alten" Techniken und der Wille der historischen Korrektheit die Restauration begleiten.

Es geht also nicht um das reine Konservieren und Ausstellen. Bei den Restaurationen bemüht sich das Team aus Cottbus um technische Aufarbeitung von Grund auf bis zur farblichen Markierung mit echten Tarnschemen und taktischen Nummern.
Auch für andere Museen ist Cottbus immer wieder Quelle von Informationen, wenn es um MiG, Mil oder Suchoi geht.

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Nicht nur diese Standardtypen der NVA sind im Flugplatzmuseum Cottbus als Ausstellungsobjekte vorhanden, sondern auch zivile Flugzeuge wie Z-37, PZL-106, ein FW-190 Wrack, daß von einem ehemals sowjetisch genutzten Flugplatz geborgen wurde, Triebwerke, Bewaffnungen.
In letzter Zeit verzeichnete das Museum Zugänge von "westlichen" Mustern wie F-86 oder F-84.
Ein Großteil der ausgestellten Hubschrauber und Flugzeuge wurde vom Luftwaffenmuseum der Bundeswehr verliehen, ein weiterer Teil stammt aus dem Militärhistorischen Museum, ein Flugzeug gehört einem Privateigner, der Rest befindet sich im Eigentum des Flugplatzmuseums. Finanziert wird der Betrieb der Ausstellung, der Erwerb und die Restauration durch Eintrittsgelder und Spenden.
Aktuell (April 2012) läuft ein Spendenprojekt MiG-23BN, eine sinnvolle Sache, so fließt das Geld einem festen Zweck zu, jeder Spender kann die Ergebnisse sehen und "anfassen". Wenn Sie mithelfen möchten, folgen Sie einfach diesem Link oder besuchen ganz einfach das Museum.

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Frontansicht Antonow An-14 "Bienchen", gedacht als Ablösemuster der An-2...

Auf den folgenden Seite zeigen wir einige Ausstellungsstücke und interessante Ansichten. Bilder von allen Flugzeugen und Hubschraubern in höherer Auflösung hält unsere Galerie in nächster Zeit bereit!