Streitkräfte

Im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Luftwaffe veranstaltete der Standort Fürstenfeldbruck einen „Tag der Luftwaffe – Unser Fliegerhorst heute“. Die Besucher hatten die Möglichkeit sich über die zehn Dienststellen des Standortes zu informieren. Zusätzlich beteiligten sich der ADAC, das Technische Hilfswerk (THW), die Polizeihubschrauberstaffel Bayerns und die Fliegerstaffel Süd (beheimat in Oberschleißheim) der Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz) an der Veranstaltung. U.a. stellten sich vor: die Offiziersschule der Luftwaffe, das Kommando der 1.Luftwaffendivision (LwDiv), das Flugmedizinische Institut, die Firma RUAG sowie die Standortfeuerwehr. Ergänzend gab es eine Ausstellung der Waffensysteme der Luftwaffe.

Fürstenfeldbruck wird auch gern die Wiege der Luftwaffe genannt. Am 22.05.1956 begann hier der Lehrgang mit der Bezeichnung Jet Familiarization (JF-1). Zehn deutsche Flugzeugführer erhielten dabei ihre Schulung auf der T-33A und schlossen diese erfolgreich ab und erhielten am 24.09.1956 ihre Diplome und Flugzeugführerabzeichen. Am selben Tag wurden die ersten Flugzeuge (T-33A, Harvard Mark IV und L-18C Super Cup) offiziell an die Luftwaffe übergeben. Der Anfang war gemacht und es wurden noch viele Piloten in der Flugzeugführerschule „B“ ausgebildet. Im November 1956 kamen die ersten Jagdbomber vom Typ Republic F-84F „ThunderStreak“ nach Fürsty und es wurde die Waffenschule 30 aufgestellt. 1978 wurde der Verband in Jagdbombergeschwader 49 umbenannt. Neben seiner Rolle als Einsatzverband ging die Ausbildung fliegerischen Personals weiter. Im März 1994 wurde das JaboG 49 außer Dienst gestellt. Eine Fluglehrgruppe verblieb am Flugplatz und sorgte für die taktische Grundausbildung zukünftiger Tornadobesatzungen. Am 01.07.1997 wurde die Fluglehrgruppe aufgelöst und seitdem war kein fliegender Verband mehr in Fürstenfeldbruck stationiert. Der Flugplatz wurde inzwischen geschlossen und wird seitdem noch von der dort ansässigen Sportfluggruppe der Bundeswehr und zivil genutzt. Eine weitere zivile Nutzung als Verkehrslandeplatz wird nach wie vor angestrebt, stößt aber auf großen Widerstand aus Teilen der Bevölkerung, insbesondere der in Flugplatznähe Lebenden.

Der Standort Fürstenfeldbruck bleibt jedoch erhalten und ist die Heimat folgender Dienststellen:

Offiziersschule der Luftwaffe

Aufgestellt wurde die Offiziersschule 1956 in Fassberg, verlegte jedoch bereits im September 1958 nach Neubiberg. Dort musste sie im Sommer 1977 der Bundeswehrhochschule weichen und ist seitdem in Fürsty beheimatet.

Kommando 1.Luftwaffendivision

Zur 1.Luftwaffendivision gehören u.a. das Jagdgeschwader 74 in Neuburg, das Jagdbombergeschwader 32 in Lechfeld, das Flugabwehrraketengeschwader 5 in Erding mit der Flugabwehrraketengruppe 22 (Penzing) & 23 (Manching) und das Taktische Ausbildungskommando in Decimomannu (Sardinien/Italien).

Flugmedizinisches Institut der Luftwaffe (FlMedInstLw)

Neben den Abteilungen für Forschung, Wissenschaft & Lehre, Luft- und Raumfahrtmedizin, Ergonomie, Rechtsmedizin & Flugunfallmedizin und der Klinischen Flugmedizin spielen die Abteilungen für Flugpsychologie und –physiologie eine bedeutende Rolle.

Die Abteilung Flugpsychologie ist die zentrale psychologische Untersuchungsstelle die mittels modernster Technik feststellt ob ein Bewerber für den fliegerischen Dienst, die Flugsicherung und den Einsatzführungsdienst die nötigen geistigen und körperlichen Eignungen aufweist.

Die Abteilung Flugphysiologie bildet u.a. Flugzeugbesatzungen theoretisch und praktisch im Bereich Flugphysiologie aus. Dafür steht u.a. eine Humanzentrifuge zur Verfügung mit der die Auswirkungen der Fliehkräfte, denen fliegendes Personal ausgesetzt ist, vermittelt werden können und wie man damit umgeht. Diese Abteilung befindet sich in Königsbrück und ist die einzige Dienststelle der Luftwaffe in Sachsen.

Ca. 10.000 Besucher nutzten bei bestem Biergartenwetter die Gelegenheit den Fliegerhorst und seine Einheiten kennen zu lernen. Der Tatsache dass der Standort, wie auch die Luftwaffe, 50-jähriges Bestehen feiert, wurde diese Veranstaltung aber nicht gerecht. Schade das die Luftwaffe die Gelegenheit nicht genutzt hat, um mit einem Flugtag an der Wiege der Luftwaffe dieses Jubiläum zu feiern. Man darf auf den Tag der Luftwaffe am 19.08.2006 in Laage gespannt sein. Hoffentlich gelingt es der Luftwaffe sich dort angemessen in Szene zu setzen. Verdient hätte sie es!

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40+13 Alphajet A 

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30+00 Eurofighter Modell 1:1 (Mock Up) 

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37+71 F-4F Phantom II ex JG74 

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44+84 Tornado IDS, JaboG34 Patch auf der rechten Seite und JaboG32 und LwInsthGrp 14 Erding Patch auf der linken Seite. 

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D-HMUM BK-117A-4 ADAC Luftrettung BG Unfallklinik Murnau 

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