Streitkräfte

Am 28. September ging in Nörvenich, mit der Auflösung der 3. Staffel des Lufttransportgeschwaders 61 eine Ära zu Ende. Nach 35 Jahren Hubschrauberbetrieb verlegen die letzten Maschinen bis zum Ende des Jahres ins Heimatgeschwader nach Penzing, ins neu aufzustellende Hubschrauber-Transport-Geschwader (HTG) nach Holzdorf oder nach Hohn (LTG 63).

Die Geschichte des Hubschrauberstandortes Nörvenich reicht zurück bis ins Jahr 1964. Gegründet als Hubschrauberlehr- und Versuchsstaffel mit Sitz in Fürstenfeldbruck wurde die noch junge Staffel zwei Jahre später dem Hubschraubertransportgeschwader 64 unterstellt. Als 2. Staffel verlegte sie 1971 nach Fassberg um 1975 weiter nach Ahlhorn zu ziehen.
Den Weg nach Nörvenich fanden die ersten 8 Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D im Jahre 1982, denn die in Bonn sitzende Bundesregierung und das Kölner Luftwaffenführungskommando waren für einen großen Teil der VIP- und Transportflüge verantwortlich.

Mit der Auflösung des HTG 64 fand 1994 die neue 2. Hubschrauberstaffel der Flugbereitschaft des BMVg im Liegebereich C des Fliegerhorstes Nörvenich ihre neue Heimat und man begann mit dem Aufbau der notwendigen Infrastruktur. Währenddessen verließen die im selben Liegebereich stationierten A-10 Thunderbolt  den Fliegerhorst und das ganze Gelände glich eher einer Baustelle. Hinzu kam die Herausforderung den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten, bei gleichzeitiger Aufnahme 12 weiterer Hubschrauber. Dies gelang durch die zeitweise Verlagerung der VIP-Flotte nach Köln/Wahn, bis Anfang 1995 alle Baumaßnahmen abgeschlossen waren.

Am 11.04.2000 kam mit der Let 410UVP (53+10, 53+11) ein weiteres Luftfahrzeugmuster nach Nörvenich. Beide Maschinen wurden in die Hubschrauberstaffel integriert um am 01.07.2000 als 3. Staffel des Lufttransportgeschwader 61 neu aufgestellt zu werden.
Durch den Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin, reduzierte sich der Transportbedarf erheblich, sodass in den folgenden Jahren beide Let 410, als auch ein Teil der Hubschrauberflotte ausgemustert bzw. verlegt wurden.

 

SAR-Standorte der Hubschrauberstaffel Nörvenich

Bezeichnung

Standort

von

bis

SAR 31

 

Diepholz

01.01.1999

25.10.2000

SAR 41

 

Nörvenich

16.01.1961

Heute

SAR 46

 

Malmsheim

01.04.1998

Heute

SAR 72

Christoph Europa 1

Würselen

15.08.1974

08.03.1996

Merzbrück

09.03.1996

01.03.1998

SAR 73

Christoph 23

Koblenz

31.01.1995

01.04.1999

SAR 76

Christoph Europa 2

Rheine

01.01.1995

30.01.1998

 

Eingesetzte Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D (Ab 01.01.1994)

Registration

Seriennr.

Aktueller Standort

Datum

Bemerkung

70+51

8111

Hohn

08 / 2006

 

70+69

8129

Holzdorf

09 / 2006

 

70+72

8132

Holzdorf

10 / 2006

Aktualisiert

70+78

8138

Landsberg

2006

 

70+83

8143

Landsberg

09 / 2006

Aktualisiert

70+92

8152

Landsberg

10 / 2006

Aktualisert

71+00

8160

 

1996

Flugunfall Dortmund

71+01

8161

Landsberg

2000

 

71+13

8173

Landsberg

2000

 

71+20

8180

Holzdorf

2006

 

71+28

8188

Holzdorf

1997

 

71+29

8189

Landsberg

09 / 2006

 

71+30

8190

Landsberg

2006

 

71+31

8191

Landsberg

2002

 

71+41

8201

 

2005

Ausgesondert

71+49

8209

Landsberg

09 / 2006

Aktualisiert

71+55

8215

Hohn

2002

 

71+59

8219

Hohn

2000

 

71+62

8222

Ingolstadt

2000

 

71+71

8231

 

2000

Ausgesondert

71+74

8234

Toplicane

2005

 

 

Gastmaschinen am Tage des Auflöseappells

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Aus Hohn kam die sonderlackierte UH-1D (71+57)


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71+57

 

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71+57  

 

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