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Hintergrund der Entwicklung war die mangelnde Auswahl an gelenkten Bomben während der Operation Desert Storm. Des weiteren war nicht jede gelenkte Bombe allwettertauglich, man hatte bei bestimmten klimatischen Verhältnissen manchmal nur ein Modell zur Auswahl, welches jedoch viele Nachteile mit sich brachte. Um ungelenkte Bomben sicher auf ihr Ziel zu werfen musste man in niedrige Höhen wechseln, von dort aus war man allerdings dem Boden-Luft Abwehrfeuer ausgesetzt. 1992 began man schließlich, an einer allwettertauglichen gelenkten Waffe zu forschen. 1997 wurden die ersten JDAMs an Testverbände ausgeliefert, wo über 450 Einheiten zu Testzwecken verschossen wurden. Die Erfolge konnten sich sehen lassen: 95% der Testbomben trafen ihr Ziel. Entweder wurden Volltreffer erzielt oder hielten sich in der 9,6 Meter grossen Toleranzzone auf. Dabei wurden auch Tests aus grossen Höhen durch Wolken und während Regen und Schnee durchgeführt.

JDAM kann sowohl gegen stare als auch bewegliche Ziele eingesetzt werden. Sollten sich Ziele nach dem Abwurf bewegen, ist es möglich sie umzulenken, dass ist schließlich die Aufgabe einer gelenkten Waffe. Um die Positionierung zu erleichtern, besitzt JDAM ein Global Positioning System (GPS), welches ermöglicht, die Bombe auch aus Entfernungen von 15 Kilometern abzuwerfen. Von da an findet die Waffe automatisch ihr Weg zum Ziel und kann somit in die Kategorie Fire and Forget Waffen eingeordnet werden. Für die Zukunft ist geplant, JDAM möglicherweise mit einem Infrarot-Sucher auszustatten. Das DAMASK (Direct Attack Munitions Affordable Seeker) wird vor allem von der US Navy befürwortet. Jedoch wurde von Anfang klar gestellt, dass der kostengünstigste Infrarotsucher verwendet werden soll, damit die Preisklasse nicht in die einer speziell für diesen Zweck entwickelte LGB rutscht. Der Vorteil dieses 13000 US-$ teuren Infrarot Suchers wär, das kurz vor dem Einschlagen der Waffe eine Karte erstellt wird und den Zielpunkt in der Waffe aktualisiert wird. Der Zeilpunkt kann von einem Satellieten, Aufklärungsflugzeug, noralen anderen Jet (als "Beleuchter") oder von der Infantrie kommen.

Nachdem sich das Trägerflugzeug im Anflug auf das Ziel befindet, wird die Stromzufuhr zu den Waffen aktiviert. Somit wird auch das Inertial Navigation System (INS) automatisch initialisiert, und die Zielkoordinaten auf die Waffe übertragen. Das INS basiert auf drei Achsen, d.h. es sieht den Boden nicht als flache Ebene, sondern kann z.B. auch Hügel einkalkulieren. Wenn die Waffe in einer akzeptablen Lage zum Ziel befindet, wird sie abgeworfen. Nach dem Abwurf übernimmt das GPS bzw. INS die Lenkung der Waffe. 

INS und GPS befinden sich im hinteren Teil der Waffe, welcher dunkelgrau gekennzeichnet ist. Der gelbe Bereich stellt den Teil für den Sprengkopf dar, grün ist das Halterungskit, um die Waffe unter der Tragfläche fixieren zu können.

JDAM gibt es in vier verschiedenen Gewichtsklassen, GBU-29, GBU-30, GBU-31 und GBU-32, wobei letztere erst später hinzugefügt wurde. Bei der GBU-31 und GBU-30 kann jedoch noch zwischen verschiedenen Sprengköpfen gewählt werden; für die Zukunft ist geplant, dass JDAM noch mit mehreren Sprengköpfe kombatibilisiert werden soll.

 

GBU-29 Mk 80 (250lbs)
GBU-30 Mk 81 (500lbs)
GBU-31 Mk 83 (1000lbs) BLU-110 (1000lbs)
GBU-32 Mk 84 (2000lbs) BLU-109 (2000lbs)


Nicht nur auf der B-52 kann JDAM eingesetzt werden, sondern auch auf anderen Waffensystemen wie der F-15, F-16, F/A-18, F-22, F-117, F-35, S-3, P-3 AV-8, B-1B und B-2. Die Vielfalt der Trägersystem und die von Boeing zugesicherten wartungsfreien 20 Jahren Lagerung erbrachten ein Auftragsvolumen von mehr als 70000 Kits für die US Navy und USAF. Pro Monat kann Boeing etwa 1000 Kits fertigen und ausliefern.

Den neuesten Nachrichten zufolge hat Israel 1000 JDAM Einheiten für ihre Luftstreitkräfte geordert. Laut Military Technology hat Polen ebenfalls für seine 48 neuen F-16C/D bereits 232 JDAM Kits mit 2000lbs Mk 84 Sprengkopf geordert.

 

Galerie

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