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Das Modell stellt eine Maschine der ehemaligen LSK/LV der DDR dar, wie sie 1988 im JG-3 "Wladimir Komarow" in Preschen geflogen wurde. Zur sehr interessanten Geschichte der MiG-29 in deutschen Diensten sei auf die entsprechenden Publikationen verwiesen.


Zum Modell

Italeri darf sich rühmen, immer noch die stimmigste MiG-29 im Maßstab 1:72 im Angebot zu haben. Die Ausführung des Kits und Detaillierung würde ich als typisch für diesen Hersteller bezeichnen. Die Oberflächendetails sind alle versenkt dargestellt, und sind einen Tick weicher (breiter, weniger tief) als beispielsweise aktuelle Revell/Hasegawa-Kits. Die Detaillierung des Fahrwerks ist vorbildlich (auch typisch). Die einzigen Schwachpunkte, die es zu bemängeln gibt, sind die zu kleinen Räder der Fahrwerke und die eher einfache Ausführung der Schubdüsen. Für die Räder gibt es Ersatz bei Equipage und für die Schubdüsen kann man entweder auf einen Ätzbogen von Part zurückgreifen (anspruchsvoll) oder gleich den Resin-Ersatz von Tally-Ho verwenden. Da beides beim Bau des Modells (ca. 1999) noch nicht zur Verfügung stand, finden sich hier die Teile aus dem Kit. Was es ab er schon gab, war das Cockpit-Set von NeOmega. Dieses wertet das Modell ungemein auf. In Kombination mit den Atzteilen für das Instrumentenbrett von Eduard konnte hier ein recht schönes und detailliertes Cockpit entstehen.

Der Zusammenbau gestaltet sich ob des Aufbaus der Teils als relativ einfach. Die horizontale Trennung der Rumpfhälften läßt relativ wenig Platz für Passungsprobleme. Interessanter dagegen ist schon das Montieren der Lufteinläufe. Diese bestehen aus ja zwei Teilen und sind an der Unterschale an die Triebwerksverkleidung anzukleben. Wer hier sauber trockenpaßt, reduziert im Nachgang Schleifarbeiten an etwas schwieriger zugänglichen Stellen. Geändert habe ich den Bugkonus. Im MiG-27-Kit von Italeri ist ein Bugkonus der MiG-23 enthalten. Diesen hatte ich also übrig. Die horizontale Teilung auch in diesem Bereich hätte das Verschleifen auf dem Radius zur Folge gehabt. Es erschien mir daher einfacher, die entsprechenden Sektionen vom Modell abzutrennen, und komplett zu ersetzen. Das ging ohne Probleme, ist aber auch eigentlich nicht notwendig.

Für die Lackierung verwendete ich Farben von Xtra-Color, die genau für so ein Modell gemacht worden sind (East German MiG-29). Die Farbcodes weiß ich allerdings nicht mehr. Die Decals für die Hoheitszeichen sind von Fliegerrevue und die taktische Nummer entstammt einem Bogen der Marke Truckline.

Fazit: Wenn MiG-29 9.12, dann die von Italeri. Allerdings mit der Einschränkung, die Räder und die Schubdüsen noch einmal gründlich gegen die eigenen Befindlichkeiten zu prüfen. ;o)

Februar 2005, Kai Röther

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Galerie

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