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Am Donnerstag, dem 12. April, ist ein Tornado der Bundeswehr in der Nähe von Bern (Schweiz) abgestürzt. Von der zweiköpfigen Besatzung konnte bisher ein Besatzungsmitglied lebend geborgen werden, das sich bereits zur medizinischen Versorgung in einem Krankenhaus befindet. Nach dem zweiten Besatzungsmitglied wird weiter gesucht.Bei dem abgestürzten Jet handelt es sich nicht um ein Flugzeug des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann".

 Quelle: Bundeswehr.de

 

Weiterführende und ergänzende Angaben:  

Die ersten Fotos:

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/04/12/bundeswehr-absturz/tornado-schweiz.html

 

Ein Tornado-Kampfjet der Deutschen Luftwaffe ist am Mittag in der Nähe von Stechelberg im Berner Oberland abgestürzt. Einer der beiden Piloten wurde verletzt geborgen. Die Bergung des zweiten Piloten ist laut Berner Kantonspolizei noch im Gang.
Nach Angaben der Kantonspolizei Bern raste das Flugzeug laut Augenzeugen kurz vor 15 Uhr im Lauterbrunnental in die Nordwand der Aebniflue und explodierte. Die beiden Piloten konnten offensichtlich rechtzeitig den Schleudersitz betätigen. Sie wurden laut Polizei auf einem Suchflug der Air Glaciers kurze Zeit nach dem Absturz auf dem Gletschergebiet unterhalb der Einschlagstelle auf einem Gletscher gesichtet. Einer der beiden habe Lebenszeichen von sich gegeben und sei mit einer so genannten Longlineaktion geborgen worden. Der zweite Pilot konnte vorerst nicht geborgen werden.

Der Kampfjet befand sich von Korsika her kommend auf einen Übungsflug über der Schweiz. Kurz vor dem Absturz war er zum Auftanken in Emmen LU zwischengelandet. Der Lauterbrunner Gemeindepräsident Jost Brunner hatte den Tornado zufällig auf einem Spaziergang beobachtet, wie er auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Das Flugzeug sei relativ tief durch das Lauterbrunnental geflogen. Brunner schätzte die Flughöhe auf etwa 1200 bis 1300 Meter. Der Tornado sei lange ohne anzusteigen gegen den Abschluss des engen Tals zu geflogen. Das hintere Lauterbrunnental wird von den Nordwänden mächtiger Drei- und Viertausender abgeschlossen. In der Region Trachsellauenen habe der Pilot den Tornado plötzlich stark nach oben gezogen und Kurs Richtung Rottalgletscher genommen. Danach sei das Flugzeug hinter dem Schwarzmönch verschwunden, wo er es aus den Augen verloren habe. Vom eigentlichen Absturz habe man im Tal nichts mitbekommen, schilderte Brunner. So habe er beispielsweise keinen Knall gehört.

Beim Übungsflug handelte es sich um einen sogenannten Navigationsflug, bei dem vom Pilot verschiedene Ziele angeflogen werden müssen. Solche Flüge ausländischer Militärmaschinen über der Schweiz seien bewilligt und nicht aussergewöhnlich, sagte Nussbaum.

(cpm/sda/ap)

Anmerkung: Es handelte sich um einen Tornado ECR (46+47) des JaboG32 in Lechfeld.

 

Galerie

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