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Die Übungen von russischen Fernfliegerkräften in der nordrussischen Region Workuta sind am Mittwoch in ihre aktive Phase übergegangen, wobei Flügelraketen abgeschossen werden.

Das teilte der Pressesprecher des Oberbefehlshabers der Luftstreitkräfte, Alexander Drobyschewski, mit.

"Im Moment sind vier Tu-160-Maschinen, 12 Tu-95, 14 Tu-22 und vier Il-78 in der Luft. Heute und morgen werden sie auf dem Übungsplatz Pemboj bei Workuta Bomben abwerfen und über zehn Flügelraketen abschießen sowie Flüge im Nordpolgebiet über dem Stillen und dem Atlantischen Ozean absolvieren", sagte Drobyschewski.

Unter dem Kommando des Befehlshabers der 37. Luftarmee, Generalmajor Pawel Androssow, nehmen an den Übungen sechs Regimenter der Fernfliegerkräfte teil. Sie müssen das Zusammenwirken mit den Jagdfliegern, Nachtanken in der Luft, das Überwinden der gegnerischen Luftabwehr einüben und andere Aufgaben lösen.

"An der Übung nehmen sowohl erfahrene als auch junge Crews teil, die zum ersten Mal Raketen starten und über neutralem Gewässer fliegen", fügte Drobyschewski hinzu.

 

Weiterhin sollen die russischen Luftstreitkräfte 2011 die neuesten unbemannten Flugkörper mit einer Reichweite von 300 bis 400 Kilometer und einer Flugdauer von bis zu zwölf Stunden bekommen.

Das teilte der Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte, Generaloberst Alexander Selin, am Mittwoch mit.

"Es werden unbemannte Flugkörper sowohl als Flugzeug als auch Hubschrauber entwickelt. Sie werden von Beschleunigungseinrichtungen und wie die Flugzeuge starten. Bei deren Entwicklung werden fortschrittliche einheimische Technologien und originelle technische Lösungen verwendet. Die Lieferungen dieser Flugkörper werden schon 2011 erwartet", sagte der Oberbefehlshaber.

Ihm zufolge legen die Konstrukteure besonders viel Wert auf digitale Technologien. Insbesondere handele es sich um die automatisierte Erstellung der Flugaufgaben, autonome Flüge mit Satellitennavigation und die automatisierte Datenerfassung und -verarbeitung.

Dabei teilte Selin mit, dass in den Armeen von entwickelten ausländischen Industriestaaten etwa 80 Typen von unbemannten Flugkörpern zur Bewaffnung gehören oder entwickelt werden.

Das russische Verteidigungsministerium habe auch ein Entwicklungsprogramm für die unbemannten Flugkörper vorbereitet, so der General.

"Die Wirtschaftsmöglichkeiten des Landes ermöglichten in den 90er Jahren nicht, die in der UdSSR begonnenen Entwicklungen der unbemannten Flugkörper zu Ende zu bringen. Derzeit bekommen die Kampftruppenteile die ersten unbemannten Flugkörper, deren Entwicklung vor zehn bis zwölf Jahren begonnen wurde. Hauptsächlich sind das die Aufklärungsdrohnen", stellte er fest.

Selin zufolge werden derzeit in Russland die unbemannten Flugkörper verschiedener Zweckbestimmung entwickelt: Aufklärungsdrohnen, Angriffsflugkörper, Flugkörper für die Übermittlung von Signalen zur Lenkung und Zielzuweisung für Angriffsmittel.

 

(RIA novosti)

Wie sieht es mit der Finanzierung aus?

Die staatlichen Ausgaben für die russischen Luftstreitkräfte steigen jährlich im Durchschnitt um 20 Prozent.

Das teilte der Oberbefehlshaber der russischen Luftstreitkräfte, Generaloberst Alexander Selin, am Mittwoch mit.

Laut Selin ermöglicht das die rechtzeitige und volle Auszahlung der Solde für das Personal der Luftwaffe. Zudem stehe dadurch genügend Geld für die Wartung der Waffen und der Militärtechnik bereit.

Er fügte hinzu, dass das Problem der Unterfinanzierung der Luftstreitkräfte trotzdem noch aktuell sei. "Es ist überhaupt kein Geheimnis, dass das Wachstum der Preise für Militärerzeugnisse und die Inflationsrate den offiziellen Planvorgaben etwas zuvorkommen", sagte der Oberbefehlshaber. Für die Entwicklung von Waffen und Kriegstechnik werde so viel Geld bereitgestellt, wie das durch das staatliche Rüstungsprogramm bis 2015 vorgesehen sei. Häufig erfolge das ohne Berücksichtigung des realen Preiswachstums, stellte Selin fest.

Laut Selin haben die Luftstreitkräfte zudem einige andere Probleme, die ebenso wichtig sind. "Das sind Personalprobleme und Probleme, die mit dem Altern des Flugzeugbestands, der Umstrukturierung der Organisationsstruktur, der Schulung des Flieger- und Ingenieurpersonals zu tun haben", sagte Selin.

 

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