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Vor einigen Wochen haben Russland und Myanmar (Burma) einen Vertrag über die Lieferung von 20 MiG-29 Flugzeugen geschlossen, berichtet die Zeitung „Wedomosti" am Mittwoch.

 Der Vertrag belaufe sich auf rund 400 Millionen Euro, sagte eine Quelle aus dem Umfeld des russischen Waffenexporteurs Rosoboronexport. Auch ein Vertreter einer Firma unter dem Dach der russischen Flugzeugbauholding UAC bestätigte diese Information.

Es handelt sich nicht um die erste Lieferung von MiG-29-Flugzeugen an Myanmar. 2001 wurden bereits zwölf MiG-29-Maschinen an das Land in Südostasien übergeben.

Nach dem geplatzten Deal mit Algerien wurde 2008 ein Vertrag zur Lieferung von sechs Jagdflugzeugen dieses Typs mit Sri Lanka abgeschlossen. Außerdem kündigte Russlands Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow im vergangenen Jahr kostenlose Lieferung von zehn MiG-29-Maschinen aus dem Bestand der russischen Luftwaffe an die Libanon an. Diese Maschinen sind noch nicht geliefert worden, doch die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

Nach Angaben einer Quelle, die Rosoboronexport nahe steht, hat das russische Angebot in Myanmar das der Chinesen übertrumpft. Peking hatte seine neusten Jagdflugzeuge J-10 und FC-1 zu ziemlich günstigen Bedingungen angeboten. Dabei sei Myanmars Armee in den 1990er Jahren für rund zwei Milliarden US-Dollar mit chinesischen Waffen neu ausgerüstet worden, sagte der Gesprächspartner von „Wedomosti".

In Myanmar sei ein Militärregime an der Macht, für dessen Führung das Verhältnis zwischen Kosten und Effizienz eine wichtige Rolle spiele, sagt Igor Korotschenko, Mitglied des Gesellschaftsrates beim Verteidigungsministerium. Das bedeute, dass die russische MiG-29 nach wie vor wettbewerbsfähiger sei als die neusten chinesischen Jagdflugzeuge.

Außerdem befinde sich das Land seit vielen Jahren unter Druck der USA. Deshalb würden Myanmars Militärs Russland als politisch unbeteiligten und zuverlässigen Lieferanten betrachten, was auch eine Rolle bei der Entscheidung für die russischen Jagdflugzeuge gespielt haben könne, sagt Korotschenko.

(RIA novosti, gekürzt)

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